Glossar

Finanzlexikon: Finanz-Begriffe, verständlich erklärt

Kennzahlen, Strategien und Steuerbegriffe rund um Geldanlage und Altersvorsorge — direkt verknüpft mit den passenden Rechnern in Planafolio.

Kennzahlen

Benchmark

Ein Benchmark ist der Vergleichsindex, an dem du die Entwicklung deines Portfolios misst – etwa MSCI World, S&P 500 oder DAX.

Beta

Beta misst, wie stark sich ein Portfolio im Vergleich zu einem Index bewegt: 1 heißt Gleichlauf, über 1 stärkere, unter 1 schwächere Ausschläge.

Diversifikation

Diversifikation bedeutet, Vermögen auf mehrere Positionen zu verteilen statt auf wenige Werte zu konzentrieren – messbar über einen Score von 0–100.

Maximaler Drawdown

Der maximale Drawdown ist der größte prozentuale Wertverlust vom bisherigen Höchststand bis zum tiefsten Punkt danach.

Sharpe Ratio

Die Sharpe Ratio setzt die über den risikofreien Zins hinaus erzielte Rendite ins Verhältnis zur Volatilität – Rendite je Einheit Schwankungsrisiko.

Sortino Ratio

Die Sortino Ratio ist eine Variante der Sharpe Ratio, die nur Verlustschwankungen als Risiko wertet – kräftige Kursanstiege verschlechtern die Kennzahl nicht.

TTWROR (zeitgewichtete Rendite)

TTWROR (True Time-Weighted Rate of Return) misst, wie gut sich deine Anlage entwickelt hat – unabhängig davon, wann und wie viel du ein- oder ausgezahlt hast.

Value at Risk (VaR)

Der Value at Risk gibt den Tagesverlust an, der mit einer gewählten Wahrscheinlichkeit – meist 95 % – nicht überschritten wird.

Volatilität

Volatilität misst, wie stark tägliche Renditen eines Portfolios um ihren Durchschnitt schwanken – ein Maß für Schwankung, nicht für schlechte Rendite.

XIRR

XIRR (Internal Rate of Return) ist die geldgewichtete Rendite deines Portfolios – der Zins, der alle Ein- und Auszahlungen auf den heutigen Depotwert abzinst.

Strategien

Asset-Allocation

Die Asset-Allocation ist die Aufteilung deines Vermögens auf Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Cash – prägt Risiko und Rendite stärker als Einzeltitel.

Buy and Hold

Buy and Hold ist die Strategie, breit gestreute Anlagen zu kaufen und über Jahre oder Jahrzehnte zu halten, statt auf kurzfristige Marktbewegungen zu reagieren.

Cost-Average-Effekt

Der Cost-Average-Effekt entsteht, wenn du regelmäßig einen festen Betrag investierst: Bei niedrigen Kursen kaufst du mehr Anteile, bei hohen weniger.

Entnahmerate & 4 %-Regel

Die Entnahmerate gibt an, welchen Prozentsatz deines Kapitals du jährlich entnimmst, ohne es vorzeitig aufzubrauchen — bekannteste Faustregel: die „4 %-Regel“.

Finanzielle Freiheit (FIRE)

Finanzielle Freiheit (FIRE) ist der Punkt, an dem dein Vermögen groß genug ist, um dein Einkommen dauerhaft über Entnahmen zu decken – ohne Erwerbsarbeit.

Home Bias

Home Bias bezeichnet die verbreitete Neigung, den eigenen Heimatmarkt im Depot deutlich überzugewichten – gemessen an dessen tatsächlichem Anteil am Weltmarkt.

Rebalancing

Rebalancing bedeutet, ein Portfolio periodisch auf seine Ziel-Allokation zurückzuführen – gewachsene Positionen werden verkauft, zurückgefallene nachgekauft.

Sparplan

Ein Sparplan ist eine regelmäßige, meist monatliche Einzahlung in ein Investment wie einen ETF – daher auch Durchschnittskosteneffekt genannt.

Zinseszins

Zinseszins bedeutet, dass nicht nur dein Kapital Rendite erwirtschaftet, sondern auch bereits erzielte Erträge wieder mitverzinst werden.