Die Asset-Allocation ist die Aufteilung deines Vermögens auf Anlageklassen – typischerweise Aktien, Anleihen und Cash, gegebenenfalls ergänzt um Immobilien oder Rohstoffe. Sie ist die wichtigste Portfolio-Entscheidung überhaupt: Wie viel dein Depot schwankt und welche langfristige Rendite realistisch ist, bestimmt vor allem diese Aufteilung – nicht die Auswahl einzelner Wertpapiere innerhalb der Klassen.
Üblich ist eine Ziel-Allokation, die zur eigenen Risikotoleranz und zum Zeithorizont passt – etwa 80 % Aktien und 20 % Anleihen. Weil sich die Anlageklassen unterschiedlich entwickeln, driftet die tatsächliche Gewichtung mit der Zeit von der geplanten weg; Rebalancing führt sie periodisch dorthin zurück.
In Planafolio siehst du deine tatsächliche Aufteilung in der Allokations-Analyse, und der Diversifikations-Score wird getrennt nach Anlageklasse, Sektor und Region berechnet – so erkennst du, ob deine gefühlte Streuung tatsächlich über mehrere Klassen trägt oder faktisch ein reines Aktiendepot ist.
Zwei Rechner helfen bei der konkreten Umsetzung: Der Musterportfolio-Vergleich stellt vier klassische Aktien-/Anleihen-Aufteilungen mit denselben Eingaben nebeneinander, und der Rebalancing-Rechner übersetzt die Abweichung zwischen Ist- und Ziel-Allokation in konkrete Kauf- und Verkaufsbeträge.
Passender Rechner
ETF Rebalancing Calculator
Passender Rechner
Model Portfolios
Siehe auch
Buy and Hold
Buy and Hold ist die Strategie, breit gestreute Anlagen zu kaufen und über Jahre oder Jahrzehnte zu halten, statt auf kurzfristige Marktbewegungen zu reagieren.
Cost-Average-Effekt
Der Cost-Average-Effekt entsteht, wenn du regelmäßig einen festen Betrag investierst: Bei niedrigen Kursen kaufst du mehr Anteile, bei hohen weniger.
Entnahmerate & 4 %-Regel
Die Entnahmerate gibt an, welchen Prozentsatz deines Kapitals du jährlich entnimmst, ohne es vorzeitig aufzubrauchen — bekannteste Faustregel: die „4 %-Regel“.
Finanzielle Freiheit (FIRE)
Finanzielle Freiheit (FIRE) ist der Punkt, an dem dein Vermögen groß genug ist, um dein Einkommen dauerhaft über Entnahmen zu decken – ohne Erwerbsarbeit.
Home Bias
Home Bias bezeichnet die verbreitete Neigung, den eigenen Heimatmarkt im Depot deutlich überzugewichten – gemessen an dessen tatsächlichem Anteil am Weltmarkt.
Rebalancing
Rebalancing bedeutet, ein Portfolio periodisch auf seine Ziel-Allokation zurückzuführen – gewachsene Positionen werden verkauft, zurückgefallene nachgekauft.
Veröffentlicht am 09. Juli 2026
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