Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) beschreibt, was passiert, wenn regelmäßig ein fester Geldbetrag investiert wird, statt einer einmaligen Summe — wie bei einem ETF-Sparplan. Bei fallenden Kursen kauft man mit demselben Betrag automatisch mehr Anteile, bei steigenden Kursen weniger. Rechnerisch ergibt sich dadurch ein niedrigerer durchschnittlicher Kaufpreis je Anteil, als wenn man immer dieselbe Stückzahl gekauft hätte.
Ein Rechenbeispiel: Wer über drei Monate je 100 € investiert, kauft bei Kursen von 10 €, 5 € und 10 € insgesamt 10 + 20 + 10 = 40 Anteile für 300 €, also durchschnittlich 7,50 € pro Anteil — günstiger als der einfache Mittelwert der drei Kurse (8,33 €).
Wichtig für die Einordnung: Der Effekt ist mathematisch real, aber kein Garant für höhere Rendite. Ob ein Sparplan oder eine Einmalanlage am Ende besser abschneidet, hängt vom tatsächlichen Kursverlauf ab — bei durchgehend steigenden Märkten ist die Einmalanlage historisch meist im Vorteil, weil das Geld länger investiert ist. Der eigentliche Nutzen des Sparplans liegt für die meisten Anleger woanders: Er macht das Investieren planbar und emotional einfacher, weil man nicht auf den "richtigen" Einstiegszeitpunkt warten muss.
In Planafolio lässt sich das mit dem Rechner Einmalanlage oder Sparplan für die eigene Situation durchrechnen, und laufende Sparpläne werden automatisch mit im Sparplanrechner modelliert.
Wann wirkt der Effekt am stärksten?
- In schwankenden, seitwärts laufenden Märkten — hier zeigt sich der Vorteil am deutlichsten
- Kaum in durchgehenden Aufwärtstrends — hier verliert man durch das schrittweise Investieren tendenziell Rendite gegenüber der Einmalanlage
- Bei langem Anlagehorizont verliert der Effekt an Bedeutung, weil einzelne Einstiegszeitpunkte relativ zur Gesamtlaufzeit weniger ins Gewicht fallen
Passender Rechner
ETF Savings Plan Calculator
Siehe auch
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Buy and Hold
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Die Entnahmerate gibt an, welchen Prozentsatz deines Kapitals du jährlich entnimmst, ohne es vorzeitig aufzubrauchen — bekannteste Faustregel: die „4 %-Regel“.
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Veröffentlicht am 09. Juli 2026
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