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Kennzahlen

Adjusted Beta

Das Adjusted Beta korrigiert das historische Beta in Richtung 1,0, weil sich das Marktrisiko einer Aktie langfristig meist dem Marktdurchschnitt annähert.

Adjusted Beta

Das Adjusted Beta (angepasstes Beta) korrigiert das aus der Vergangenheit berechnete Beta in Richtung 1,0. Dahinter steht die Beobachtung, dass sich das Marktrisiko einer Aktie langfristig tendenziell dem Marktdurchschnitt annähert: sehr hohe Betas sinken, sehr niedrige steigen.

Formel

Gebräuchlich ist die sogenannte Blume-Anpassung:

Adjusted Beta = 2/3 × historisches Beta + 1/3 × 1,0

Rechenbeispiel

  • Historisches Beta 1,5: 2/3 × 1,5 + 1/3 = 1,33
  • Historisches Beta 1,2: 2/3 × 1,2 + 1/3 = 1,13
  • Historisches Beta 0,6: 2/3 × 0,6 + 1/3 = 0,73

Das angepasste Beta liegt damit immer näher am Marktbeta von 1,0 als der Rohwert.

Wofür man es nutzt

Das historische Beta sagt, wie stark eine Aktie in der Vergangenheit im Vergleich zum Gesamtmarkt geschwankt hat. Für Prognosen, etwa bei der Berechnung von Eigenkapitalkosten oder bei der Einschätzung des künftigen Risikos, verwenden viele Datenanbieter und Analysten das angepasste Beta, weil Vergangenheitswerte oft zu Extremen neigen. Welche Gewichtung ein Anbieter nutzt, kann abweichen; die 2/3-zu-1/3-Aufteilung ist die verbreitete Konvention, kein Naturgesetz.

Grenzen

  • Auch das Adjusted Beta bleibt eine Schätzung aus Vergangenheitsdaten und hängt vom Vergleichsindex und Zeitraum ab.
  • Es ändert die Rangfolge der Aktien nicht, sondern staucht die Werte Richtung 1,0.
  • Bei Fonds und ETFs ist es selten nötig, weil breit gestreute Portfolios ohnehin Betas nahe 1,0 haben.

Eine ausführliche Erklärung steht im Artikel Adjusted Beta einfach erklärt. Verwandte Kennzahlen: Volatilität, Sharpe Ratio und Treynor Ratio.

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Veröffentlicht am 08. Oktober 2026

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