Kennzahlen

Maximaler Drawdown

Der maximale Drawdown ist der größte prozentuale Wertverlust vom bisherigen Höchststand bis zum tiefsten Punkt danach.

Maximaler Drawdown

Der maximale Drawdown misst den größten Rückgang deines Portfolios von einem Höchststand zum darauffolgenden Tiefpunkt – als Prozentwert, etwa −20 % für ein Portfolio, das nach einem Hoch ein Fünftel seines Wertes verloren hat, bevor es sich wieder erholte.

Berechnet wird er über die tägliche Werthistorie: Für jeden Tag wird der bisherige Höchststand mitgeführt und der relative Abstand des aktuellen Wertes dazu ermittelt. Der schlechteste dieser Abstände über den gesamten Zeitraum ist der maximale Drawdown. Ein Portfolio, das nie unter einen früheren Höchststand fällt, hat einen Drawdown von 0.

Die Kennzahl ist deshalb so wichtig, weil Verluste asymmetrisch wirken: Ein Rückgang um 50 % erfordert anschließend eine Verdopplung – also +100 % –, nur um den alten Stand zu erreichen. Der maximale Drawdown zeigt dir außerdem, welche Rückgänge du in der Vergangenheit tatsächlich ausgehalten hast – eine ehrlichere Grundlage für deine Risikotoleranz als jedes hypothetische Szenario.

In Planafolio findest du den maximalen Drawdown im Risiko-Bereich der Analyse-Ansicht; im Risiko-Radar fließt er als Drawdown-Resilienz in die Gesamtbewertung deines Risikoprofils ein.

Welcher maximale Drawdown ist noch in Ordnung?

Auch hier gibt es keinen Zielwert — aber eine sehr konkrete Anwendung. Der maximale Drawdown ist die einzige Kennzahl, die in Euro übersetzbar ist und dadurch eine ehrliche Antwort auf die Frage erlaubt, ob eine Strategie zu dir passt.

Rechne ihn immer in Geld um. 40 % klingen abstrakt; 40 % auf 80.000 € sind 32.000 € Buchverlust, die über Monate oder Jahre in deinem Depot stehen. Genau das ist die Zahl, an der sich entscheidet, ob du investiert bleibst.

  • Breit gestreute Aktienmärkte haben historisch mehrfach Rückgänge in der Größenordnung von rund der Hälfte des Depotwerts durchlaufen — zuletzt in der Finanzkrise 2007–2009. Wer in Aktien investiert, sollte diesen Fall einplanen, nicht ausschließen.
  • Ein niedriger Drawdown ist nicht automatisch besser. Er kann schlicht bedeuten, dass der betrachtete Zeitraum keinen richtigen Rückgang enthielt. Ein Drawdown von 8 % über drei ruhige Jahre sagt wenig aus.
  • Wichtiger als die Tiefe ist die Dauer. Wie lange hat es gedauert, bis der alte Höchststand wieder erreicht war? Diese Zeitspanne entscheidet, ob eine Entnahme im falschen Moment dauerhaft Substanz kostet.
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Veröffentlicht am 09. Juli 2026

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