Was bucht dein Broker im Januar ab?
Die Vorabpauschale trifft jeden thesaurierenden Fonds. Dieser Rechner berücksichtigt die beiden Regeln, die die meisten Rechner weglassen: die Deckelung auf die Wertsteigerung und die Zwölftelung im Kaufjahr.
Schätzung auf Basis deiner Eingaben, kein Steuerbescheid. Maßgeblich ist die Abrechnung deines Brokers.
672,00 € Vorabpauschale, aber steuerfrei: dein Sparer-Pauschbetrag deckt sie ab.
Der Betrag gilt am ersten Werktag des Folgejahres als zugeflossen.
Vorabpauschale
672,00 €
Steuer
0,00 €
Pauschbetrag übrig
529,60 €
| BasisertragJahresanfangswert × 70 % des Basiszinses (3,2 % für 2026) | 672,00 € |
|---|---|
| Obergrenzegreift nicht | 3.000,00 € |
| Ausschüttungen | − 0,00 € |
| Vorabpauschale | 672,00 € |
| Teilfreistellung | − 201,60 € |
| Sparer-Pauschbetrag | − 470,40 € |
| Steuer | 0,00 € |
Die drei Regeln
Warum die Vorabpauschale oft niedriger ausfällt als befürchtet
Drei Begrenzungen im Gesetz, die in Faustformeln regelmäßig untergehen.
Kein Wertzuwachs, keine Steuer
Der Basisertrag ist auf die Differenz zwischen erstem und letztem Rücknahmepreis des Jahres plus Ausschüttungen gedeckelt (§ 18 Abs. 1 InvStG). Ein Fonds im Minus löst gar keine Vorabpauschale aus.
Im Kaufjahr nur anteilig
Für jeden vollen Monat vor dem Kaufmonat entfällt ein Zwölftel. Wer im Juli kauft, zahlt nur die Hälfte, wer im Dezember kauft, ein Zwölftel.
Teilfreistellung und Pauschbetrag
Bei Aktien-ETFs bleiben 30 % der Vorabpauschale ohnehin steuerfrei, und der Rest zehrt zuerst am Sparer-Pauschbetrag. Bei kleineren Depots bleibt oft nichts zu zahlen.
Häufige Fragen
Vorabpauschale verstehen
Eine jährliche Mindestbesteuerung für Fonds, die nichts oder wenig ausschütten. Da bei thesaurierenden ETFs kein Geld fließt, das besteuert werden könnte, unterstellt der Staat einen Mindestertrag — den Basisertrag — und besteuert diesen vorab. Beim späteren Verkauf werden die bereits versteuerten Beträge wieder abgezogen, doppelt zahlst du also nicht.
Sie gilt am ersten Werktag des Folgejahres als zugeflossen. Deutsche Broker buchen die Steuer daher meist im Januar vom Verrechnungskonto ab. Ist dort zu wenig Geld, kann der Broker Anteile verkaufen oder die Belastung ans Finanzamt melden — deshalb lohnt es sich, im Dezember genug Guthaben liegen zu haben.
3,20 %. Das Bundesfinanzministerium setzt ihn jedes Jahr anhand der Rendite langfristiger öffentlicher Anleihen am ersten Börsentag des Jahres fest. In die Formel gehen davon 70 % ein.
Bei einem deutschen Broker nicht — er führt die Steuer automatisch ab. Bei einem ausländischen Broker gehört sie in die Anlage KAP. Bewahre die Jahressteuerbescheinigung auf: beim späteren Verkauf brauchst du die Summe der bereits versteuerten Vorabpauschalen.
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