0,5 % klingen klein. Rechne nach.
Die laufenden Kosten eines ETFs wirken jedes Jahr — und jeder Euro Gebühr verzinst sich nie wieder mit. Sieh, was das über deinen Anlagehorizont ausmacht.
Die TER deckt die laufenden Fondskosten ab. Ordergebühren, Spreads und Handelskosten im Fonds sind nicht enthalten.
Die laufenden Kosten kosten dich 35.717,00 € in 30 Jahren.
Der günstigere Fonds hätte 20.971,00 € mehr übrig gelassen.
Endkapital
353.180,00 €
Kosten gesamt
35.717,00 €
Unterschied zum Vergleich
20.971,00 €
| Ohne Fondskosten | 388.897,00 € |
|---|---|
| Mit deiner TER (0,5 %) | 353.180,00 € |
| Mit Vergleichs-TER (0,2 %) | 374.151,00 € |
| Kosten gesamt | 35.717,00 € |
| Eingezahlt | 113.000,00 € |
Warum der Effekt so groß ist
Kosten wirken wie eine Rendite mit umgekehrtem Vorzeichen
Deshalb reicht die Faustformel Kapital mal Gebühr nicht aus.
Jeder Euro Gebühr fehlt doppelt
Die Gebühr geht nicht nur weg — sie fehlt danach jedes Jahr beim Zinseszins. Über 30 Jahre kostet eine TER von 0,5 % deutlich mehr als 15 % des Endkapitals, obwohl 30 × 0,5 % genau das nahelegt.
Die TER ist nicht alles
Handelskosten innerhalb des Fonds, Spreads beim Kauf und Ordergebühren des Brokers stehen nicht in der TER. Ein Blick auf die Tracking-Differenz zeigt, was ein Fonds tatsächlich gekostet hat.
Günstig ist nicht automatisch besser
Zwei ETFs auf denselben Index unterscheiden sich auch in Fondsgröße, Replikationsmethode und Wertpapierleihe. Die TER ist der beste erste Filter, aber nicht das einzige Kriterium.
Häufige Fragen
ETF-Kosten verstehen
Die Total Expense Ratio, also die jährlichen laufenden Kosten eines Fonds in Prozent des Fondsvermögens. Sie wird täglich anteilig vom Fondsvermögen abgezogen — du siehst sie nie als Buchung, sondern nur als etwas niedrigere Wertentwicklung.
Breite Standardindizes wie MSCI World oder S&P 500 gibt es heute für 0,07 % bis 0,20 %. Spezialisierte Themen- oder Schwellenländer-ETFs liegen höher. Aktiv gemanagte Fonds verlangen oft 1,5 % und mehr — genau dort wird der Effekt in diesem Rechner drastisch.
Nein, sie wird intern vom Fondsvermögen abgezogen. Genau deshalb fällt sie so wenig auf — auf deinem Kontoauszug taucht sie nie auf.
Rechne gegen: Beim Verkauf werden Kursgewinne sofort steuerpflichtig, dieser Steuerbetrag verzinst sich nie wieder mit. Bei kleinen Depots und großen Kostenunterschieden lohnt ein Wechsel oft, bei großen Depots mit hohen Buchgewinnen meist nicht. Neue Sparraten in den günstigeren ETF zu lenken, ist fast immer die bessere Variante.
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