Kostenlose Depotanalyse: Was steckt wirklich in deinem Depot?
Depot importieren, Struktur prüfen, echte Rendite berechnen — Planafolio zeigt dir Klumpenrisiken, Kosten und die tatsächliche Länder- und Währungsverteilung hinter deinen ETFs.
Grundlagen
Was ist eine Depotanalyse?
Eine Depotanalyse ist die systematische Bestandsaufnahme deines Wertpapierdepots. Sie beantwortet vier Fragen: Worin bist du tatsächlich investiert? Welches Risiko trägst du dabei? Was kostet dich das Ganze pro Jahr? Und welche Rendite bleibt am Ende wirklich übrig? Die Depotübersicht deines Brokers zeigt davon nur einen Ausschnitt — meist eine Liste von Positionen mit aktuellem Kurs und einem Plus oder Minus daneben.
Der blinde Fleck entsteht überall dort, wo Fonds im Spiel sind. Zwei ETFs mit ganz unterschiedlichen Namen können zu großen Teilen dieselben Unternehmen halten. Ein Depot, das sich „weltweit gestreut“ anfühlt, kann faktisch zur Hälfte an einem einzigen Land und einer einzigen Währung hängen. Sichtbar wird das erst, wenn man die Fonds aufbricht und ihre echten Bestandteile über alle Positionen hinweg zusammenrechnet — genau das leistet eine Depotanalyse.
Eine kostenlose Depotanalyse ersetzt deshalb keine Anlageberatung. Sie liefert die Zahlen, auf deren Basis du überhaupt erst entscheiden kannst — und macht sichtbar, ob dein Depot das tut, wofür du es aufgesetzt hast.
Was du siehst
Was eine Depotanalyse aufdeckt
Sechs Fragen, die eine reine Depotübersicht offen lässt.
Klumpenrisiko
Welche Position, welches Land und welche Branche dominieren dein Depot? Berechnet werden die größte Einzelposition, der Home-Bias gegenüber dem Weltmarkt und die Branchenkonzentration — quer über alle Depots und ETFs hinweg.
Kostenquote (TER)
Die laufenden Kosten deiner Fonds werden nach Depotanteil gewichtet zu einer Gesamtkostenquote verrechnet. Hinterlegt sind die veröffentlichten TER gängiger Core-ETFs; Positionen ohne hinterlegte Kostenquote bleiben außen vor, statt geschätzt zu werden.
Echte Rendite
XIRR und TTWROR beantworten zwei verschiedene Fragen: die eine, wie sich dein eingesetztes Geld verzinst hat, die andere, wie gut die Anlage selbst war — unabhängig davon, wann du ein- und ausgezahlt hast.
Währungsverteilung
Wie viel deines Vermögens hängt am Dollar? Das Fremdwährungs-Exposure wird über die Fondsdurchsicht ermittelt, nicht über die Handelswährung des ETF-Anteils — beides hat oft wenig miteinander zu tun.
Länder & Branchen
Jeder erkannte ETF wird in die Länder und Branchen aufgelöst, die er tatsächlich hält. Aus „1 × Welt-ETF“ wird so eine echte Landkarte deines Depots statt eines einzelnen Balkens.
ETF-Überschneidung
Zwei Fonds, ein Markt: Die Überschneidungs-Analyse zeigt, welche deiner ETFs sich inhaltlich weitgehend doppeln — der häufigste Grund, warum ein Depot breiter aussieht, als es ist.
Auswertung
So sieht das Ergebnis aus
Gesundheits-Score und Fondsdurchsicht — die beiden Bausteine, auf denen die Analyse aufbaut.
Depot-Gesundheits-Score
Ein Wert von 0 bis 100 aus fünf Faktoren: Diversifikation, Kostenquote, Risiko/Rendite, Klumpenrisiko und Währungsrisiko. Faktoren ohne belastbare Datengrundlage fließen nicht ein, statt geraten zu werden.
Echte Fondsdurchsicht
Dein Welt-ETF zählt nicht als eine Position an einer Börse, sondern wird in die Länder und Branchen aufgeteilt, die er wirklich hält.
Beispielhafte Werte zur Veranschaulichung — deine Auswertung basiert ausschließlich auf deinen eigenen Depotdaten.
Renditemessung
TTWROR oder XIRR: Welche Rendite ist die echte?
„Wie gut lief mein Depot?“ hat zwei richtige Antworten, und sie widersprechen sich nicht. Die zeitgewichtete Rendite (TTWROR) blendet Ein- und Auszahlungen aus und misst nur, wie sich das Investierte entwickelt hat. Sie ist die faire Kennzahl für den Vergleich mit einem Index oder einem fremden Depot: Eine große Einzahlung kurz vor einem starken Monat verbessert sie nicht.
Die geldgewichtete Rendite (XIRR, der interne Zinsfuß) macht das Gegenteil. Sie berücksichtigt jeden einzelnen Zahlungszeitpunkt und beantwortet, wie sich dein tatsächlich eingesetztes Geld verzinst hat. Wer regelmäßig spart, findet hier den ehrlicheren persönlichen Wert — der aber eben nicht mit einem Index vergleichbar ist.
Erst beide Zahlen nebeneinander ergeben das Bild: Liegt XIRR deutlich unter TTWROR, lag es am Timing deiner Einzahlungen und nicht an der Anlage. Planafolio rechnet beide Kennzahlen getrennt und vermischt sie nie.
Anleitung
Depotanalyse in vier Schritten
Vom Broker-Export bis zur fertigen Auswertung.
1. Daten zusammenführen
Alle Depots an einen Ort bringen: per CSV-Export deines Brokers, als PDF-Abrechnung oder über die automatische Synchronisierung. Erst wenn alles zusammenliegt, stimmen Aufteilung und Rendite über dein gesamtes Vermögen — ein zweites Depot, das außen vor bleibt, verzerrt jede Kennzahl.
2. Struktur prüfen
Die Aufteilung nach Anlageklasse, Land, Währung und Branche ansehen — mit Fondsdurchsicht, nicht nach Depotzeilen. Auffällig ist alles, was du so nicht erwartet hättest: ein Länderanteil, den du nie bewusst gewählt hast, oder eine Branche, die aus mehreren ETFs gleichzeitig kommt.
3. Risiko und Kosten bewerten
Größte Position, Home-Bias, ETF-Überschneidungen, Fremdwährungsanteil und gewichtete Kostenquote durchgehen. Ergänzend zeigen Volatilität, maximaler Rückgang und ein Krisen-Stresstest (2008, 2020, 2022), wie sich deine aktuelle Mischung in schlechten Phasen verhalten hätte.
4. Rendite einordnen
XIRR und TTWROR nebeneinander lesen und die zeitgewichtete Rendite gegen einen Vergleichsindex wie MSCI World, S&P 500 oder DAX halten. Danach steht fest, ob es Handlungsbedarf gibt — und an welcher Stelle.
Für die meisten Depots genügt eine gründliche Analyse pro Jahr, etwa zum Jahreswechsel, wenn ohnehin die Steuerunterlagen anfallen.
Kostenlos & Pro
Was die kostenlose Depotanalyse umfasst
Im kostenlosen Tarif enthalten
Das Konto ist dauerhaft kostenlos und ohne Zahlungsdaten nutzbar. Enthalten sind: ein Depot mit unbegrenzt vielen Positionen, der Import per CSV, PDF und automatischer Broker-Synchronisierung, der vollständige Wertverlauf, die XIRR-Rendite, die Aufteilung deines Depots, der Dividenden-Kalender und die Steuerübersicht.
Was zu Pro gehört
Die vertiefte Analyse-Ansicht — Gesundheits-Score, ETF-Durchsicht nach Land, Branche und Währung, TTWROR, Benchmark-Vergleich, Risikokennzahlen, Klumpenrisiko-Analyse, ETF-Überschneidung und Krisen-Stresstest — gehört zu Pro für 7,99 € im Monat oder 79 € im Jahr. Das sage ich lieber hier als erst hinter dem Anmeldeformular.
Häufige Fragen
Fragen zur Depotanalyse
Eine Depotanalyse untersucht dein Wertpapierdepot systematisch nach Struktur, Risiko, Kosten und Rendite. Sie beantwortet, worin du tatsächlich investiert bist — inklusive der Länder, Branchen und Währungen innerhalb deiner Fonds — und wie sich dein Depot bisher entwickelt hat.
Das Konto ist kostenlos und ohne Zahlungsdaten nutzbar. Im kostenlosen Tarif enthalten sind ein Depot, der Import per CSV, PDF und Broker-Synchronisierung, der vollständige Wertverlauf, die XIRR-Rendite, die Depotaufteilung, der Dividenden-Kalender und die Steuerübersicht. Die vertiefte Analyse-Ansicht mit Gesundheits-Score, ETF-Durchsicht, TTWROR und Risikokennzahlen gehört zum Pro-Tarif für 7,99 € im Monat oder 79 € im Jahr.
Nein. Du kannst dein Depot per CSV-Export oder PDF-Abrechnung importieren, dafür sind keinerlei Zugangsdaten nötig. Nur die optionale automatische Synchronisierung nutzt einen API-Schlüssel, den du bei deinem Anbieter selbst anlegst — Leserechte genügen dafür.
Die TTWROR blendet Ein- und Auszahlungen aus und misst nur die Entwicklung des Investierten; sie ist die vergleichbare Kennzahl gegenüber einem Index. XIRR berücksichtigt jeden Zahlungszeitpunkt und zeigt, wie sich dein tatsächlich eingesetztes Geld verzinst hat. Beide sind korrekt, sie beantworten nur verschiedene Fragen.
Ein Klumpenrisiko liegt vor, wenn ein großer Teil deines Depots von einem einzelnen Wert, einem Land oder einer Branche abhängt. Sichtbar wird es meist erst nach der Fondsdurchsicht: Berechnet werden die größte Einzelposition, der Home-Bias gegenüber dem Weltmarkt und die inhaltliche Überschneidung deiner ETFs.
Für die meisten Depots genügt einmal im Jahr, etwa zum Jahreswechsel, wenn ohnehin die Steuerunterlagen anfallen. Nach größeren Umschichtungen oder beim Start eines neuen Sparplans lohnt sich ein zusätzlicher Blick auf Struktur und Kosten.
Nein. Die Auswertung ordnet ausschließlich deine eigenen Depotdaten ein. Sie ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung, ein bestimmtes Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen.
Die Depotanalyse ist eine Auswertung deiner eigenen Daten zur Orientierung — keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Analysiere dein Depot mit echten Daten
Depot importieren, Struktur und Rendite prüfen — kostenlos starten, ohne Zahlungsdaten.
Kostenlos starten