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Methodik

Wie Planafolio deine Altersvorsorge berechnet

Jeder Rechner auf dieser Seite — Rentenlücke, Entnahme, Frühstart-Rente — nutzt dieselbe Berechnungslogik. Hier steht sie vollständig, ohne Blackbox.

Modellversion
3.0
Annahmen geprüft am
30.09.2026
Letzte Modelländerung
29.09.2026

Planafolio projiziert dein Kapital von heute bis zum Renteneintritt mit deiner eigenen Sparrate und Renditeannahme, vergleicht es danach mit dem Kapital, das für dein Wunscheinkommen nötig ist, und berücksichtigt dabei Inflation, gesetzliche Rente und vereinfachte Steuersätze. Zusätzlich zeigt eine Monte-Carlo-Simulation mit 500 zufälligen Renditepfaden, wie stark das Ergebnis je nach Marktverlauf streuen kann; daraus ergibt sich (Pro) eine modellbasierte Erfolgswahrscheinlichkeit je Szenario — ausdrücklich als Modellaussage, nicht als Prognose.

Plan-Deckung

Wie die Plan-Deckung entsteht

Die Plan-Deckung vergleicht, was dir im Ruhestand monatlich zur Verfügung steht, mit deinem Bedarf – beides im ersten Rentenjahr. Verfügbar sind deine Renten netto (gesetzliche Rente, Betriebs- und Privatrenten, Nettomiete) plus die nachhaltige Entnahme aus deinem Depot: der höchste, mit der Inflation steigende Betrag, der bei deiner Rendite-Annahme bis zur angenommenen Lebenserwartung reicht. Ab 100 % gilt der Plan als „auf Kurs“, von 85 bis 99 % als „knapp“, darunter als „Lücke“. Angezeigt wird die Zahl gerundet auf ganze Prozent, Beträge wahlweise in heutiger Kaufkraft. Für Pro zeigt Planafolio zusätzlich eine Spanne aus zwei Szenarien: vorsichtig (Rendite 2 Prozentpunkte niedriger, Inflation 1 Punkt höher, Lebenserwartung 3 Jahre länger) und optimistisch (Rendite 2 Punkte höher, Inflation 0,5 Punkte niedriger).

Renditeannahme

Eine Zahl, die du selbst eingibst

Es gibt keine versteckte Standardrendite. Du trägst deine erwartete jährliche Rendite direkt ein (für breit gestreute Aktien-ETFs werden als langfristige Orientierung häufig nominal 6–8 % genannt, für konservativere Mischungen weniger — eine Annahme, keine Zusage), und der Rechner projiziert dein Kapital exakt mit diesem Wert weiter — konstant über die gesamte Lauf- und Entnahmezeit.

Inflation

Kaufkraft, nicht nur Kontostand

Dein Wunscheinkommen gibst du in heutiger Kaufkraft an. In der Entnahmephase steigt die monatliche Auszahlung jedes Jahr um die eingestellte Inflationsrate, damit du dir am Ende real noch genauso viel leisten kannst wie am Anfang — nicht nur nominal denselben Betrag bekommst. Die gesetzliche Rente wird bewusst nicht zusätzlich inflationiert, weil sie in Deutschland lohnindexiert statt CPI-indexiert ist.

Unsicherheit sichtbar machen

Monte-Carlo-Simulation und Erfolgswahrscheinlichkeit (modellbasiert)

Die deterministische Projektion rechnet mit einer konstanten Rendite — echte Märkte schwanken aber von Jahr zu Jahr. Die Monte-Carlo-Simulation lässt 500 zufällige Renditepfade laufen, deren mittlerer Verlauf (Median) deiner Erwartung folgt (5 Marktumfelder von „sehr vorsichtig“ bis „sehr optimistisch“, jeweils mit eigener Schwankungsbreite) und zeigt dir eine Bandbreite (10./50./90. Perzentil) statt einer einzelnen Zahl. Die modellbasierte Erfolgswahrscheinlichkeit (Pro) zählt, in wie vielen von 500 Verläufen über das ganze Leben — Ansparen und Entnahme, jährliche Schwankung 15 % — dein Vermögen bei der Wunsch-Entnahme bis zur Lebenserwartung reicht; je Szenario vorsichtig (Rendite −2 Pp, Inflation +1 Pp, Lebenserwartung +3 Jahre), Basis und optimistisch (Rendite +2 Pp, Inflation −0,5 Pp). Sie steht nie allein, sondern mit Annahmen und Spanne: Die Zufallsrenditen bilden seltene, heftige Krisenjahre ab (dicke Ränder, nie unter −100 %), aufeinanderfolgende Jahre sind im Modell aber unabhängig — echte Märkte sind es nicht. Die Erfolgswahrscheinlichkeit (modellbasiert) beschreibt das Modell, nicht die Zukunft. Die Zufallspfade sind reproduzierbar: Gleiche Eingaben ergeben dasselbe Ergebnis, nur geänderte Eingaben ziehen neu.

Entnahmereihenfolge

Warum die Reihenfolge der Renditen zählt

Ein Crash kurz nach Renteneintritt schadet mehr als derselbe Crash zehn Jahre später, weil du in der Verlustphase bereits Kapital entnimmst (Sequence-of-Returns-Risiko). Deshalb rechnet Planafolio standardmäßig mit einem Cash-Puffer von 24 Monaten Entnahmebedarf als Modellannahme, der Crash-Jahre abfedern kann, während gesetzliche Rente und Fixeinkommen die Basis bilden und dein Depot erst danach greift — inklusive dem jährlichen Sparerpauschbetrag von 1.000 €.

Steuern

Vereinfachte, aber realistische Sätze

Kapitalerträge werden standardmäßig mit 26,375 % (Abgeltungssteuer + Soli) versteuert, der jährliche Sparerpauschbetrag von 1.000 € wird automatisch berücksichtigt. Auf gesetzliche Rente und Rentenversicherungs-Auszahlungen wendet der Rechner einen vereinfachten Satz an, der die schrittweise Rentenbesteuerung annähert — keine Einzelveranlagung, aber deutlich näher an der Realität als „steuerfrei".

Health Score

Wie der Health Score entsteht

Der Health Score (0–100, Pro) ist der gewichtete Mittelwert aus 6 Dimensionen deines Depots: Diversifikation (20 %), Konzentration der größten Position (20 %), Home-Bias (15 %), Fonds-Überschneidung (10 %), Risiko & Stabilität aus Volatilität und maximalem Rückgang (20 %) und Krisenfestigkeit in historischen Krisenszenarien (15 %). Fehlt einer Dimension die Grundlage — etwa ohne zwei Fonds keine Überschneidung —, werden die übrigen Gewichte hochgerechnet. Eine Einzelposition bis 10 % des Depots erhält bei der Konzentration die volle Punktzahl. Urteil: ab 75 Punkten „Ausgezeichnet“, ab 55 „Solide“, ab 35 „Ausbaufähig“, darunter „Risikoreich“; dieselben Schwellen beschriften die Dimensionen als gut, mittel oder verbesserbar, unter 70 gilt eine Dimension als Baustelle. „Warum?“ listet die Dimensionen, die am meisten Punkte kosten (Gewicht × fehlende Punkte), die teuerste zuerst — sie ist der größte Hebel. Marktübliches wie das US-Gewicht im Weltindex wird nicht abgestraft. Der Score ist eine Orientierung, keine Anlageberatung.

Datenqualität

Wie belastbar sind deine Zahlen?

Die Datenqualität (0–100) fasst 10 Prüfungen zusammen, die auch einzeln als Datenhinweis erscheinen: aktuelle Kurse (Gewicht 25, Anteil der Positionen mit Börsenkurs, deren letzter Kurs höchstens 5 Tage alt ist), Währungen (10, Buchungen in Depotwährung; schon eine nicht umgerechnete Buchung kostet mindestens die Hälfte), Einzahlungen (5, Depots mit Käufen und mindestens einer Einzahlung), Importe (10, gelesene Zeilen der letzten 60 Tage), Aktualität (5, Depots mit Buchung, Synchronisierung oder Sparplan in den letzten 35 Tagen), Einstand (10, offene Positionen mit Einstand oder mit Kauf bzw. Einlieferung), Buchungen (15, offene Positionen, deren Stückzahl der Summe ihrer Buchungen entspricht; schon ein Widerspruch kostet mindestens die Hälfte), mögliche Duplikate (10, Anteil der Buchungen ohne Doppel mit gleichem Depot, Tag, Wertpapier, Typ, Betrag und Stückzahl), Kursquelle (5, Positionen mit Börsenkurs, die eine ISIN, ein Kurssymbol oder mindestens einen Kurs haben) und Schätzwerte (5, Anteil der Positionen, deren Wert nicht selbst eingetragen ist — etwa bei Immobilien). Score = Summe aus Gewicht × erfülltem Anteil, auf die gemessenen Prüfungen hochgerechnet. Stufen: ab 90 „Sehr gut“, ab 75 „Gut“, ab 50 „Prüfen“, darunter „Kritisch“. Eine Prüfung ohne Grundlage — etwa ohne Importe — gilt als erfüllt. Jede Prüfung trägt zusätzlich einen Status: „Erfüllt“, „Hinweis“ (Schätzwerte und mögliche Duplikate – kein Fehler, nur weniger belastbar), „Offen“ oder „Kritisch“ (eine Stückzahl widerspricht den Buchungen, oder mindestens die Hälfte der Positionen mit Börsenkurs hat keinen aktuellen Kurs). Eine kritische Prüfung begrenzt die Stufe auf höchstens „Prüfen“, eine offene auf höchstens „Gut“ – der Score selbst bleibt unverändert.

Grenzen der Modellrechnung

Was dieses Modell nicht kann

Es ist eine vereinfachte Modellrechnung, keine individuelle Finanz-, Steuer- oder Rentenberatung. Sie kennt keine künftigen Steuerreformen, keine unregelmäßigen Kapitalflüsse und keine persönliche Lebenserwartung — nur statistische Annahmen. Nutze die Ergebnisse als Orientierung, nicht als Zusage.

Was beeinflusst das Ergebnis?

Vier Stellschrauben bestimmen, ob dein Kapital in der Simulation reicht. Hier steht nur die Richtung des Effekts, keine Zahl und keine Empfehlung.

  • Sparrate

    Eine höhere Sparrate erhöht das Kapital zum Rentenbeginn, eine niedrigere senkt es. Der Effekt wird größer, je mehr Jahre bis dahin bleiben.

  • Rentenalter

    Ein späterer Rentenbeginn verlängert die Ansparphase und verkürzt die Entnahmephase, ein früherer wirkt umgekehrt.

  • Renditeannahme

    Eine höhere angenommene Rendite lässt das Kapital in der Simulation schneller wachsen, eine niedrigere bremst es. Die Rendite ist eine Annahme, keine Prognose.

  • Ausgaben im Ruhestand

    Höhere gewünschte Ausgaben erhöhen die Entnahmen und verkürzen die Zeit, die das Kapital reicht, niedrigere entlasten es.

Quellen

Worauf die Annahmen basieren

Steuersätze: Einkommensteuergesetz (Abgeltungssteuer, Sparerpauschbetrag). Rentenbesteuerung: Bundesministerium der Finanzen. Rentenniveau und Lebenserwartung: Deutsche Rentenversicherung, Statistisches Bundesamt.

Amtliche Quellen zu den Annahmen

Häufige Fragen

Fragen zur Methodik

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