Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) beschreibt, was passiert, wenn du – etwa über einen Sparplan – regelmäßig einen festen Euro-Betrag investierst: Bei niedrigen Kursen bekommst du für denselben Betrag automatisch mehr Anteile, bei hohen Kursen weniger. Dein durchschnittlicher Einstandspreis pro Anteil liegt dadurch unter dem durchschnittlichen Kurs der Kaufzeitpunkte.
Der größte Wert des Effekts ist allerdings nicht mathematischer, sondern verhaltensbezogener Natur: Er nimmt dir die Timing-Entscheidung komplett ab. Du musst nie beurteilen, ob „jetzt“ ein guter Einstiegszeitpunkt ist – investiert wird immer, auch in Phasen, in denen sich das emotional falsch anfühlt und die sich im Rückblick oft als die besten Kaufgelegenheiten erweisen.
Zur ehrlichen Einordnung: Wer einen größeren Betrag bereits besitzt, war mit einer sofortigen Einmalanlage historisch häufiger im Vorteil, weil das Geld im Schnitt länger investiert ist. Der Cost-Average-Effekt ist also kein Rendite-Turbo, sondern verteilt das Einstiegsrisiko über die Zeit – und macht kontinuierliches Investieren aus dem laufenden Einkommen überhaupt erst planbar.
Mit dem Sparplanrechner kannst du durchrechnen, welches Vermögen eine feste monatliche Rate über deinen Anlagezeitraum bei einer angenommenen Rendite aufbaut – inklusive Aufteilung in Einzahlungen und Erträge.
Passender Rechner
ETF-Sparplanrechner
Siehe auch
Asset-Allocation
Die Asset-Allocation ist die Aufteilung deines Vermögens auf Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Cash – prägt Risiko und Rendite stärker als Einzeltitel.
Buy and Hold
Buy and Hold ist die Strategie, breit gestreute Anlagen zu kaufen und über Jahre oder Jahrzehnte zu halten, statt auf kurzfristige Marktbewegungen zu reagieren.
Entnahmerate & 4 %-Regel
Die Entnahmerate gibt an, welchen Prozentsatz deines Kapitals du jährlich entnimmst, ohne es vorzeitig aufzubrauchen — bekannteste Faustregel: die „4 %-Regel“.
Finanzielle Freiheit (FIRE)
Finanzielle Freiheit (FIRE) ist der Punkt, an dem dein Vermögen groß genug ist, um dein Einkommen dauerhaft über Entnahmen zu decken – ohne Erwerbsarbeit.
Home Bias
Home Bias bezeichnet die verbreitete Neigung, den eigenen Heimatmarkt im Depot deutlich überzugewichten – gemessen an dessen tatsächlichem Anteil am Weltmarkt.
Rebalancing
Rebalancing bedeutet, ein Portfolio periodisch auf seine Ziel-Allokation zurückzuführen – gewachsene Positionen werden verkauft, zurückgefallene nachgekauft.
Veröffentlicht am 09. Juli 2026
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