Inhalt
- 1.Die Tools im Überblick
- 2.Parqet: aufgeräumt, aber im Basis-Tarif begrenzt
- 3.Getquin: große Community, Altersvorsorge nur im teuersten Tarif
- 4.Portfolio Performance: maximale Tiefe, lokal statt in der Cloud
- 5.DivvyDiary: der Spezialist für Dividenden
- 6.Planafolio: Portfolio-Tracking mit Altersvorsorge-Planung
- 7.Welcher Tracker passt zu wem?
Ein guter Portfolio-Tracker soll eine einfache Frage beantworten: Wie steht dein Depot wirklich da? In diesem Portfolio-Tracker-Vergleich 2026 stehen fünf Tools nebeneinander: Parqet, Getquin, Portfolio Performance, DivvyDiary und Planafolio. Die Antworten unterscheiden sich mehr, als die ähnlichen Werbeversprechen vermuten lassen — bei Preisen, bei Tarif-Limits und vor allem bei der Frage, ob am Ende nur der Depotwert steht oder auch, ob das Ersparte für später reicht.
Die Tools im Überblick
- Parqet — aufgeräumte Oberfläche, eigenes Aktien-Terminal, Dividendenkalender bis 24 Monate voraus. Kostenloser Tarif begrenzt auf 1 Portfolio und 1 Watchlist.
- Getquin — größte Nutzerbasis (über 500.000), unbegrenzte Broker-Verknüpfungen im kostenlosen Tarif, KI-Finanzagenten. Altersvorsorge-Planung nur im teuersten Tarif für 149,99 €/Jahr.
- Portfolio Performance — komplett kostenlose Open-Source-Software mit beeindruckender Funktionstiefe für praktisch jede Anlageklasse. Läuft als lokale Desktop-Installation, keine automatische Broker-Anbindung.
- DivvyDiary — spezialisiert auf Dividenden-Investing, mit Zugriff auf über 68.000 Wertpapiere und detailliertem Dividendenkalender. Fokus liegt klar auf Ausschüttungen, nicht auf Gesamt-Depotanalyse.
- Planafolio — Portfolio-Tracking mit Altersvorsorge-Planung ab dem kostenlosen Tarif: XIRR-Rendite, Steuerübersicht und eine Bedarfsanalyse für den Ruhestand, ohne Kreditkarte.
Parqet: aufgeräumt, aber im Basis-Tarif begrenzt
Parqet punktet mit einer sehr übersichtlichen Oberfläche und einem eigenen Aktien-Terminal für Recherche direkt im Tool. Der kostenlose Basis-Tarif ist allerdings eng gefasst: ein Portfolio, eine Watchlist, maximal fünf Zusatz-Assets. Wer mehr will, zahlt ab 11,99 € im Monat für den Plus-Tarif, der unter anderem ein Steuer-Dashboard freischaltet. Sowohl den internen Zinsfuß (XIRR/IZF) als auch die zeitgewichtete Rendite (TTWROR) berechnet Parqet bereits — hier unterscheiden sich die Tools kaum.
Getquin: große Community, Altersvorsorge nur im teuersten Tarif
Getquin ist von einer Social-Investing-App zu einer breiten Vermögens- und KI-Plattform gewachsen, mit unbegrenzten Bank- und Broker-Verknüpfungen bereits im kostenlosen Tarif — ein echtes Plus gegenüber praktisch jedem anderen Tool in diesem Vergleich. Inzwischen bietet Getquin sogar eine eigene Altersvorsorge-Planung mit Rentenlücken-Rechner an. Der Haken: Diese Funktion steckt im teuersten Tarif „Wealth" für 149,99 € im Jahr, ohne öffentlich dokumentierte gesetzliche-Rente-Integration oder Steuermodellierung.
Portfolio Performance: maximale Tiefe, lokal statt in der Cloud
Wer Open Source und volle Datenhoheit schätzt, landet fast zwangsläufig bei Portfolio Performance. Komplett kostenlos, mit einer Anlageklassen-Abdeckung, die von Aktien über P2P-Kredite bis Krypto reicht. Der Preis dafür: eine lokale Desktop-Installation statt eines Cloud-Zugriffs. Seit 2024 gibt es zwar eine Mobile-App für iOS und Android — die zeigt die Portfoliodatei aber nur an und synchronisiert manuell über einen Cloud-Speicher wie Dropbox, statt selbst live zu synchronisieren. Einen automatischen Broker-Import gibt es nicht; Transaktionen kommen per CSV- oder PDF-Import ins System.
DivvyDiary: der Spezialist für Dividenden
DivvyDiary verfolgt einen bewusst engeren Fokus: Dividenden-Investing. Der kostenlose „Sparfuchs"-Tarif bietet einen persönlichen Dividendenkalender und direkte Broker-Anbindung für ein Portfolio, Zugriff auf über 68.000 Wertpapiere. Der „Aristokrat"-Tarif für 7,50 € im Monat (89,99 € im Jahr) ergänzt Backtesting, Community-Benchmark und eine tiefere Dividenden-Analyse. Für alles außerhalb von Ausschüttungen — Gesamtrendite, Risikokennzahlen, Ruhestandsplanung — ist DivvyDiary nicht das richtige Werkzeug.
Planafolio: Portfolio-Tracking mit Altersvorsorge-Planung
Planafolio verfolgt einen anderen Ansatz als die vier Tracker oben: Der kostenlose Tarif bringt neben CSV-Import beliebiger Broker, vollem Wertverlauf und XIRR-Rendite bereits eine Altersvorsorge-Bedarfsanalyse mit — die Frage „reicht das für den Ruhestand?" ist damit nicht Teil eines teuren Zusatztarifs, sondern von Anfang an dabei. Der Pro-Tarif ab 7,99 € im Monat ergänzt TTWROR, Benchmark-Vergleich, Risikokennzahlen (Sharpe, Sortino, Value-at-Risk) sowie eine Monte-Carlo-Simulation für die Ruhestandsplanung samt gesetzlicher Rente.
Welcher Tracker passt zu wem?
- Aufgeräumte Oberfläche mit Aktien-Recherche gesucht: Parqet.
- Große Community und unbegrenzte Verknüpfungen im Free-Tarif wichtiger als Preis: Getquin.
- Volle Kontrolle über die eigenen Daten, keine Cloud nötig: Portfolio Performance.
- Fokus liegt klar auf Dividenden, nicht auf Gesamtrendite: DivvyDiary.
- Depot-Tracking soll direkt zeigen, ob es für den Ruhestand reicht: Planafolio.
Alle Angaben zu Drittanbietern beruhen auf öffentlich einsehbaren Preisen und Funktionen, Stand: Juli 2026, ohne Gewähr — Preise und Funktionsumfang können sich ändern. Dieser Vergleich ist nicht gesponsert, keines der genannten Tools hat auf Inhalt oder Reihenfolge Einfluss genommen.
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