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Kennzahlen·6 Min. Lesezeit

XIRR vs. TTWROR: Warum zwei Kennzahlen unterschiedliche Zahlen zeigen

Wer ein Depot über mehrere Jahre bespart, stößt früher oder später auf zwei Renditezahlen, die nicht übereinstimmen: die geldgewichtete Rendite (XIRR) und die zeitgewichtete Rendite (TTWROR). Beide sind korrekt — sie beantworten nur unterschiedliche Fragen.

XIRR beantwortet: „Wie gut war meine persönliche Investitionsentscheidung, inklusive Zeitpunkt und Höhe meiner Einzahlungen?“ Wer kurz vor einem Kursrutsch eine große Summe eingezahlt hat, sieht das direkt an einem niedrigeren XIRR — obwohl das zugrunde liegende Investment identisch war.

TTWROR beantwortet dagegen: „Wie hat sich mein Investment entwickelt, unabhängig davon, wann und wie viel ich eingezahlt habe?“ Diese Zahl eignet sich, um die Qualität einer Anlagestrategie mit einem Vergleichsindex (Benchmark) zu vergleichen — Ein- und Auszahlungen verzerren sie nicht.

Für den Alltag heißt das: Nutze XIRR, um zu beurteilen, ob sich dein bisheriges Verhalten — deine Sparplan-Erhöhungen, dein Timing bei Einmalzahlungen — für dich persönlich gelohnt hat. Nutze TTWROR, wenn du wissen willst, ob deine gewählten Wertpapiere oder ETFs besser oder schlechter als der Markt liefen.

In Vermora siehst du beide Zahlen direkt nebeneinander in der Analyse-Ansicht, damit du nicht raten musst, welche gerade die richtige Frage beantwortet.

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